Audemars Piguet – Exklusivität, Handwerkskunst und selektive Marktpräsenz
- CPO.watch Redaktion
- 16. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Dez. 2025
Audemars Piguet gehört zu den wenigen Schweizer Uhrenmarken, die bis heute unabhängig geführt werden. Die Manufaktur aus Le Brassus hat sich über Jahrzehnte eine klare Identität erarbeitet, geprägt von hoher handwerklicher Fertigungstiefe, eigenständiger Designsprache und einer vergleichsweise selektiven Marktpräsenz.
Mit der Royal Oak und der Royal Oak Offshore prägt Audemars Piguet zwei der bekanntesten Uhrendesigns der modernen Uhrengeschichte. Die begrenzte Verfügbarkeit vieler Modelle wirkt sich auch auf den Gebrauchtmarkt aus.
Herkunft und Identität
Audemars Piguet wurde 1875 gegründet und konzentrierte sich früh auf hochwertige mechanische Uhrwerke. Die Marke ist insbesondere für komplexe Konstruktionen, flache Kaliber und aufwendige Veredelung bekannt.
Typische Merkmale der Marke sind:
unabhängige Manufakturstruktur
klare Positionierung im Haute-Horlogerie-Segment
Fokus auf mechanische Komplikationen
im Vergleich zu Großserienherstellern geringere Produktionsmengen
hoher Eigenanteil in der Fertigung
Diese Faktoren prägen das Markenbild bis heute.
Die Bedeutung der Royal Oak
Seit ihrer Einführung im Jahr 1972 ist die Royal Oak das prägendste Modell von Audemars Piguet. Ihr Design mit achteckiger Lünette, integriertem Armband und strukturierter Zifferblattgestaltung hat Maßstäbe im Segment sportlich-eleganter Luxusuhren gesetzt.
Die Royal Oak steht unter anderem für:
hohen Wiedererkennungswert
aufwendige Gehäuse- und Oberflächenbearbeitung
fein ausgeführte Finissierung
flache Automatikkaliber bei bestimmten Varianten
konstante Nachfrage im Pre-Owned-Markt
Gemeinsam mit der Offshore-Linie bildet sie den Kern der heutigen Kollektion.
Vertriebsstruktur und Marktzugang
Audemars Piguet hat seine Vertriebsstruktur in den vergangenen Jahren stärker auf eigene Boutiquen und direkte Kundenkontakte ausgerichtet. Klassische Konzessionärsnetze spielen dabei eine geringere Rolle als bei vielen anderen Marken.
Kennzeichnend für diese Struktur sind:
Schwerpunkt auf eigene Boutiquen
selektive Modellverfügbarkeit
direkter Kundenkontakt
kontrollierte Bestandsführung
klar definierte Marken- und Verkaufserlebnisse
Diese Ausrichtung wirkt sich auch auf die Verfügbarkeit im Sekundärmarkt aus.
Audemars Piguet im Pre-Owned-Markt
Audemars Piguet kommuniziert kein öffentlich beschriebenes, herstellerseitiges Certified-Pre-Owned-Programm. Dennoch ist die Marke im Gebrauchtmarkt stark präsent.
Der Pre-Owned-Markt für AP-Uhren ist häufig gekennzeichnet durch:
begrenzte Verfügbarkeit bestimmter Referenzen
konstante Nachfrage aus Sammler- und Enthusiastenkreisen
hohe Bedeutung von Zustand und Originalität
besondere Sensibilität bei Politur, Kanten und Finissierung
Preisniveau und Marktverhalten können je nach Referenz, Baujahr und Zustand deutlich variieren.
Markenentwicklung und Ausblick
Audemars Piguet setzt weiterhin auf eine klare Positionierung mit begrenzten Produktionsmengen und hoher handwerklicher Ausführung. Neben der Royal Oak spielen auch komplizierte Modelle, ultraflache Werke und klassische Komplikationen eine wichtige Rolle.
Beobachtbare Schwerpunkte sind unter anderem:
Ausbau eigener Boutiquen
Konzentration auf Kernmodelle
Pflege langfristiger Kundenbeziehungen
konsistenter globaler Markenauftritt
Diese Ausrichtung prägt auch die Wahrnehmung der Marke im Pre-Owned-Segment.
Fazit
Audemars Piguet ist eine der prägendsten unabhängigen Manufakturen der Schweizer Uhrmacherei. Ikonische Designs, hohe Fertigungstiefe und eine selektive Marktpräsenz bestimmen das Markenbild.
Im Pre-Owned-Markt nimmt Audemars Piguet eine besondere Stellung ein, die stark von Modellwahl, Zustand und Nachfrage abhängt. Für Käufer mit Fokus auf Handwerkskunst, Designkontinuität und Markenidentität bleibt AP eine relevante Größe im gehobenen Gebrauchtsegment.
Weitere Informationen zu zertifizierten Anbietern finden Sie in unserer Übersicht der CPO-Händler.